Die
CDU konnte den Bundestrend in Nordenham nicht umsetzen. Sie wiederholte
mit 23,8 % das Ergebnis von 1998.
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Nordenham. Die kleinen Parteien sind in Nordenham die Gewinner der Bundestagswahl.
Während SPD und CDU im Stadtgebiet leichte Verluste hinnehmen mussten,
konnten Bündnis 90/Die Grünen und auch die FDP ihre Stimmenanteile
ausbauen. Grund zur Freude hatten besonders die Grünen, die nach einer
langen Durststrecke in Nordenham bei einer Bundestagswahl wieder über
die Fünf-Prozent-Marke kamen.
Die
SPD untermauerte mit einem Ergebnis von 61,5 % nach 63,3 % vor vier Jahren
ihre Vormachtstellung in der Unterweserstadt. Nicht ganz zufrieden sein
kann die CDU, der es nicht gelang, ihr schlechtes Abschneiden von 1998
auszubügeln. Die Union erzielte 23,8 % und damit genau das gleiche
Ergebnis wie vor vier Jahren.
Die
Nummer drei in der Unterweserstadt bei den Bundestagswahlen bleibt die
FDP, die sich von 5,6 % auf 6,6 % verbesserte. Die stärksten Zugewinne
verbuchten jedoch die Grünen. Sie steigerten sich gleich um zwei Prozentpunkte
von 3,6 % auf 5,6 %.
Unter
den Gruppierungen, die in der Statistik als "Sonstige" mit einem Gesamtanteil
von 2,4 % aufgeführt sind, erreichte die Schill-Partei (0,8 %) das
beste Einzelergebnis vor der PDS (0,7 %). Das rechte Lager taucht nur als
Randerscheinung mit je 0,2 % für Republikaner und NPD auf.
Bei
den Erststimmen verpasste der SPD-Mann Holger Ortel sein gutes Einsteiger-Ergebnis
von 1998 knapp und fiel geringfügig von 63,8 % auf 63,6 % zurück.
Neuling Vera Dominke von der CDU musste sich mit 24,5 % zufrieden geben,
nachdem ihre Vorgängerin Eva-Maria Kors vor vier Jahren noch auf 26,3
% gekommen war.
Die
Wahlbeteiligung war mit 76,5 % geringer als bei der Bundestagswahl 1998
mit 80,4 %. Das erste Wahlbezirksergebnis lag um 18.24 Uhr aus der Nordschule
vor. Um 20.10 Uhr war die Auszählung in allen 30 Stimmlokalen abgeschlossen.
Manfred Brunßen, Leiter des Fachbereichs Hauptverwaltung, Freizeit
und Bildung. sprach von einer "ruhigen Wahl ohne Zwischenfälle".
Im
Landkreis Wesermarsch verteidigte die SPD ebenfalls ihre Spitzenstellung,
wenngleich sie Verluste von 58,8 % auf 57,0 % hinnehmen musste. Ein leichtes
Minus gab es in der Wesermarsch für die CDU, die auf 26,3 % (26,5
%) kam. Gewinner waren auch auf Kreisebene die Grünen (von 4,6 % auf
6,4 %) und die FDP (von 6,7 % auf 7,8 %).
Nordwest-Zeitung,
23. September 2002
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